Ketan Bhatti

Ketan Bhatti ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genre- und Kulturwelten. Seine Arbeiten reichen von zeitgenössischer Kammermusik, über experimentelles Musik- und Tanztheater, Bühnen- und Filmmusik, bis zu elektronischen, Hip-Hop-basierten Produktionen.
Als Komponist von Bühnenmusik arbeitet er seit 2003 mit seinem Bruder Vivan Bhatti regelmäßig für die Inszenierungen von Nuran David Calis und seit 2017 für die Inszenierungen von Adrian Figueroa an vielen größeren deutschsprachigen Theaterhäusern (u.a. Deutsches Theater Berlin, Schauspiel Köln, Staatstheater Hannover, Düsseldorfer Schauspielhaus), sowie für die international tourenden Break Dance Shows der Flying Steps. Ketan und Vivan Bhattis Musiktheaterstücke basieren auf Kooperationen mit Autoren wie Feridun Zaimoglu oder Roland Schimmelpfennig, befassen sich oft u.a. mit gesellschaftlicher Heterogenität in der postmigrantischen Wirklichkeit und wurden z.B. an der Staatsoper Stuttgart, der Neuköllner Oper oder der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin (ur-)aufgeführt.
Ketan Bhattis Werke wurden von verschieden Ensembles, wie LUX:NM, dem Hezarfen Ensemble in Istanbul, Ensemble Resonanz, Ensemble Reflektor u.a. auf Festivals wie Podium Esslingen, dem Jazzfest Berlin oder den Wittener Tagen für Neue Kammermusik (ur-)aufgeführt. Mit Cymin Samawatie gründete Ketan 2013 das Trickster Orchestra für zeitgenössische, transtraditionelle Klangwelten, das 2022 mit dem Deutschen Jazzpreis, dem Klassikpreis Tonali Award, und 2025 mit dem WDR Liminal Music Prize ausgezeichnet wurde und sich mit Fragen zur Dekolonisierung zeitgenössischer Musik befasst.
2023 erhielt Ketan den Gema Autor*innen Preis für Interkulturelle Komposition und 2025 den Friedlieb Ferdinand Runge Preis.